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Freiwillige berichten: Verena R.
"Man bekommt mehr als man gibt.
Das kann ich für mich nach anderthalb Jahren im ehrenamtlichen Dienst feststellen.
Den Weg zu Tatendrang fand ich, als ich nach einer schweren, aber bestens überstandenen Operation in mir einen wirklichen “Taten-Drang" verspürte: den starken Wunsch für andere Menschen da zu sein und ihnen zu helfen. Am liebsten wollte ich mit kranken, alten oder behinderten Menschen arbeiten. Im Gespräch mit dem Tatendrang-Team fiel die Wahl zum einen auf das Klinikum rechts der Isar. Hier wollte ich mich gerne engagieren, weil ich dort als Patientin selbst so gut betreut worden war - und so ein klein wenig meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen konnte. Seit März 2006 bin ich nun einmal wöchentlich für ca. zweieinhalb Stunden als so genannte “Grüne Dame" im Patientenbegleitservice tätig. Dies mache ich an meinem freien Tag - an den anderen vier Wochentagen arbeite ich als Lehrerin. Meine zweite “ehrenamtliche Zeit" verbringe ich bei der OBA (Offene Behindertenarbeit). Einmal im Monat betreue ich (im Team mit weiteren Ehrenamtlichen und OBA-Mitarbeitern) geistig behinderte Kindern und Jugendliche bei Ausflügen. Beide Tätigkeiten sehe ich als ungemeine Bereicherung in meinem Leben.Die Kinder mit Behinderungen sind mir schnell ans Herz gewachsen und eröffnen einem mit ihrem Anders-Sein immer wieder völlig neue Sichtweisen. Besonders schön finde ich, dass die OBA ganz offen dafür ist, dass ich meine Tochter oder interessierte Schüler mitbringe, die dadurch einen unbefangenen Umgang mit Behinderten erlernen.
Auch meine “Schichten" im Klinikum rechts der Isar möchte ich nicht mehr missen. Die Atmosphäre dort ist ein Kontrapunkt zum lauten und hektischen Schulalltag und ich spüre, dass ich durch diese Tätigkeit insgesamt ruhiger, gelassener und zufriedener geworden bin. Es ist etwas Wunderbares, für die Patienten da zu sein, sich ganz auf sie einzulassen und sie - auch im übertragenen Sinne - auf ihrem Weg zu begleiten.
Mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn sie ihre Dankbarkeit mit einem Blick, Lächeln oder herzlichen Händedruck zum Ausdruck bringen und uns “Grüne Damen" wissen lassen, dass unser Da-Sein für sie, die Patienten, so manches erträglicher macht.
Hin und wieder fällt sogar das Wort “Engel"Š"