Gemeinschaftsunterkünfte

Während des laufenden Asylverfahrens wohnen die Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften oder „dezentral“, also in kleineren angemieteten Wohnungen oder Pensionen. In Bayern sollen Flüchtlinge vorrangig in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden. Dort stehen jedem Asylbewerber sieben Quadratmeter Wohn- und Schlaffläche zur Verfügung und es sollen nicht mehr als vier Personen pro Raum untergebracht werden. In den Zimmern herrscht Geschlechtertrennung, es werden allerdings gesonderte Familienzimmer gestellt.

Sobald dem Asylantrag stattgegeben wurde, also entweder Asyl, Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz oder ein Abschiebungsverbot zuerkannt wurde, dürfen die Menschen aus den Gemeinschaftsunterkünften oder den dezentralen Wohnungen ausziehen und sich eine eigene Bleibe suchen. In Bayern können auch Geduldete unter bestimmten Voraussetzungen ausziehen: Familien und Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern dürfen sich direkt nach Abschluss ihres Erstverfahrens nach einer Wohnung umsehen. Alle anderen dürfen ausziehen, wenn ihr Erstverfahren bereits seit mehr als vier Jahren abgeschlossen ist. Zudem gibt es Sonderregelungen für Einzelfälle.

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